Liebe Leser*innen,   

unsere Juni-Ausgabe erscheint dieses Jahr im Juli. Bis dahin bieten wir Ihnen/Euch zwei spannende Veranstaltungen an und laden herzlich ein, mit uns zu diskutieren. 


Von der Arbeitslosenversicherung zur Arbeits- und Bildungsversicherung

Werkstattgespräch mit Björn Böhning, Staatssekretär Bundesministerium für Arbeit und Soziales 

Mittwoch, 9. Juni 2021, 18.30 Uhr (Form Digital als Videokonferenz)

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Weiterbildungspolitik wird zum großen arbeits- und sozialpolitischen Thema nach Überwindung der Corona-Pandemie. Die weiterbildungspolitischen Programme von SPD und Grünen liegen auf dem Tisch. Die Forderungen sind klar und konkret. Parteiübergreifende Positionen bilden sich heraus. Das sozialdemokratische Ziel, die Arbeitslosenversicherung zu einer Arbeitsversicherung weiterzuentwickeln, wird von den Grünen mittlerweile offensichtlich unterstützt. Während die SPD ein Modell staatlich geförderter Bildungszeiten und Bildungsteilzeiten zur konsequenten Fortführung der in dieser Legislaturperiode begonnenen weiterbildungspolitischen Reformpolitik vorschlägt, fordern die Grünen ein entsprechendes Weiterbildungsgeld für Beschäftigte.  

Moderation: Kai Burmeister

Anmeldung per Mail bis zum 08.06.2021: andreas.bach @ spw.de.
Der Zugangslink zur Videokonferenz wird am 09.06.2021 versendet.   

Nach der Krise:
Wie kann in der EU ein Aufbruch zu einer solidarisch-nachhaltigen Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik gelingen? 

Digitales Werkstattgespräch von Joachim Schuster (MdEP/SPD, spw-Mitherausgeber) und Helmut Scholz (MdEP/Die Linke)
in Kooperation mit spw (24. Juni, 18-20 Uhr) 

Es diskutieren:
  • Dr. Dominika Biegon (DGB, Referatsleiterin Europäische und Internationale Wirtschaftspolitik) 
  • Prof. Dr. Andreas Fisahn (Universität Bielefeld, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Umwelt- und Technikrecht, Rechtstheorie) 
  • Dr.rer.pol. Katharina Gapp-Schmeling (Victoria Internationale Hochschule Berlin, Hochschullehrende für Betriebswirtschaftslehre)
  • Prof. Dr. Gustav Horn (ehemaliger Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung in der Hans-Böckler-Stiftung)
  • Dr. Kolja Möller (TU Dresden, Postdoc im Fachbereich Rechts- und Verfassungstheorie), angefragt
  • Prof. Dr. Holger Rogall (HWR Berlin, Professur für Nachhaltige Ökonomie a.D.)
  • Dr. Nina Scheer (MdB, SPD), angefragt
  • Dr. Axel Troost (MdB, Die Linke & Memorandum-Gruppe)
  • Prof. Dr. Stefanie Wöhl (Hochschule für Wirtschaft, Management & Finance des BFI Wien, Jean Monnet Chair „Diversity and Social Cohesion in the European Union“) 

Moderation: Joachim Schuster

Das in den letzten beiden Jahrzehnten von den EU-Mitgliedsstaaten gemeinsam vorangetriebene, dominante neoliberale Politik- und Entwicklungsmodell stößt an seine Grenzen. Es ist nicht geeignet, die ökonomischen, ökologischen und sozialen Herausforderungen zu bewältigen.

Europa brauche eine „neue strategische Souveränität“ und müsse „mehr weltpolitische Verantwortung“ übernehmen, lauten Schlagworte, die bis in den politischen Mainstream hinein vertreten werden. Offen bleibt, was unter einer „grünen und digitalen Transformation“ der Wirtschaft genau zu verstehen ist und inwieweit damit eine Veränderung der Arbeits- und Lebensweise verbunden ist.

Umso wichtiger wird die Frage: Welche tragfähigen europäischen Antworten formuliert die politische Linke und macht sie zur Grundlage eigenen gesellschaftlichen Agierens? Wie sind dabei soziale Gerechtigkeit und mehr Demokratie in einem von Klima- und Umwelterfordernissen vorgegebenen engen Zeitrahmen auszugestalten, und zwar sowohl innerhalb der EU wie auch in ihren Außenbeziehungen?

Diese und weitere Fragen wollen wir in einer Reihe von Werkstattgesprächen diskutieren und damit auch Beiträge für die notwendigen gesellschaftlichen und politischen Debatten leisten.

Wir beginnen am 24.06.2021 um 18.00 Uhr mit einem Werkstattgespräch zum Thema Nach der Krise: Wie kann in der EU ein Aufbruch zu einer solidarisch-nachhaltigen Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik gelingen? 

In dem Gespräch befassen wir uns mit:

  • Alternativen zur Austerität und der Reform des Stabilitäts- und Wachstumspaktes
  • den Grundlinien industriepolitischer Steuerung zur klimaneutralen und digitalen Transformation - Strategie für ein selektives Wachstum
  • der Demokratisierung der EU als Kernpunkt einer linken Alternative  

Anmeldung bis zum 20. Juni 2021 unter redaktion @ spw.de
Weitere Informationen/Ablaufplan nach Anmeldung.