Mitbestimmung im Aufsichtsrat und ihre Wirkung auf die Unternehmensführung 

Studie der Hans-Böckler-Stiftung

Die BWL-Professoren Prof. Dr. Marc Steffen Rapp von der Universität Marburg und Prof. Dr. Michael Wolff von der Universität Göttingen haben in einer von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Untersuchung herausgefunden, dass Unternehmen, bei denen Arbeitnehmer im Aufsichtsrat mitbestimmen, sich während der Finanz- und Wirtschaftskrise wirtschaftlich deutlich besser entwickelt haben als solche ohne Mitbestimmung. Das gilt auch für die Jahre nach der Krise.

Durch die Mitbestimmung habe ein „kurzfristiges Verhalten“ verhindert werden können. Nach dem Abklingen der Krise hätten mitbestimmte Unternehmen ihre Produktion rasch wieder hochfahren können, da sie auf eine gleichgebliebene Beschäftigtenzahl zurückgreifen konnten.  

Nach Meinung der Forscher zeigen diese Ergebnisse, dass die Arbeitnehmermitbestimmung im Aufsichtsrat auch dazu geeignet ist künftig „mögliche Risiken von strategischen Transformationsprozessen abzufedern.“

Die Studie ist online abrufbar: https://www.boeckler.de/pdf/p_study_hbs_424.pdf