Viel Geld, wenig Investitionen

Wie können langfristige Investitionen gestärkt und finanziert werden?

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 18. bis 19. September 2015

Die Investitionen in Deutschland sind sowohl im Vergleich zur Jahrtausendwende als auch im internationalen Vergleich gesunken. Dies betrifft private und öffentliche Investitionen. Zugleich ist das Zinsniveau im kurz- und langfristigen Bereich niedrig. Viele Banken und Anleger klagen über eine Liquiditätsschwemme. Kapital fließt seit Jahren in hohem Maße aus Deutschland ab.

Mit den geringeren Investitionen einher gingen eine Wachstumsschwäche und eine Verschlechterung der öffentlichen Infrastruktur, z.B. im Verkehrswesen oder bei Gebäuden wie Schulen und Universitäten. Der unzureichende Ausbau moderner Kommunikationsinfrastruktur stellt für etliche ländliche Räume ein Entwicklungshemmnis dar.

Worin genau liegen die Gründe für diese Investitionsschwäche? Wird der Investitionsrückgang durch strukturelle Veränderungen und Sondereffekte wie der deutschen Wiedervereinigung überzeichnet? Wie tragen die Veränderungen im Investorenverhalten und die Internationalisierung der Finanzmärkte dazu bei, dass – anders als in den Jahrzehnten des wirtschaftlichen Wiederaufbaus – nicht mehr genügend „geduldiges Kapital“ für die Realwirtschaft zur Verfügung zu stehen scheint? 

Welche Chancen bieten Genossenschaften und öffentliche, bzw. öffentlich geförderte Fonds, Anleger und realwirtschaftliche Investitionsprojekte zusammenzubringen? Welche Möglichkeiten bieten sich dadurch für regionale und lokale Ansätze? Wie können Transparenz-, Anreiz- und Governanceprobleme überwunden werden?

Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion dieser Fragen zu beteiligen.

Dr. Arno Brandt, Forum für Politik und Kultur, Hannover
Dr. Joachim Lange, Studienleiter, Ev. Akademie Loccum
Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor


Das Programm und alle weiteren Informationen finden sich hier.