Wachstum neu denken! - Was soll eigentlich wachsen? (177)

Zuweilen lenken fundamentale Krisen den Blick auf Analysen historischer Umbruchphasen. Lange bevor der Begriff der Nachhaltigkeit Eingang in die politische Debatte fand, fragte eine Gruppe von Wissenschaftlern im Jahre 1972: „Soll man das Wachstum fortschreiten lassen, bis sich neue natürliche Grenzwerte zeigen, und hoffen, dass sich eine neue technologische

Möglichkeit zeigen wird, um das Wachstum fortzusetzen?“ Zentrale Modellannahmen und Vorschläge des Berichts über die „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome mussten relativiert werden. Im Kern blieben jedoch die Fragen nach der Qualität des Wirtschaftswachstums

und der ökologischen und sozialen Verträglichkeit offen.

Mit der jüngsten Weltwirtschafts- und Finanzmarktkrise steht das im zu Ende gehenden Jahrzehnt dominante neoliberale Wachstumsversprechen sowohl politisch wie ökonomisch vor einem Scherbenhaufen. 


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