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Die
neuen Disease Management Programme der GKV
- effektiver
und solidarischer als amerikanische Managed Care Konzepte
Von Karl Lauterbach
Prof. Dr. med. Dr. sc. Karl W. Lauterbach; Institut für Gesundheitsökonomie
und Klinische Epidemiologie der Universität zu Köln; E-mail:
Lauterbach@igke.de
Steigende Kosten im Gesundheitswesen - eine globale Herausforderung
Der steigende Kostendruck auf die medizinische Versorgung ist eine
Herausforderung, mit der sich die Gesundheitssysteme aller entwickelter
Nationen aufgrund ihrer strukturellen Ähnlichkeiten konfrontiert
sehen. Um die steigenden Kosten in den Griff zu bekommen und das Gesundheitssystem
finanzierbar zu halten, wurden immer wieder staatliche Eingriffe vorgenommen.
Zum überwiegenden Teil handelt es sich dabei allerdings um Maßnahmen
der Kostendämpfung ohne echte Strukturreform, so dass nicht von tatsächlichen
Reformen gesprochen werden kann. Lediglich in den USA ist es in den 70er
und frühen 80er Jahren des 20. Jahrhunderts auf Druck der privaten
Industrie (Revolte der Kostenträger) zu Strukturveränderungen
gekommen, die heute unter dem Begriff Managed Care als Vorbild
für Strukturreformen in anderen Ländern diskutiert werden. Auch
in Deutschland war Gesundheitspolitik in den vergangenen 20 Jahren im
wesentlichen Kostendämpfungspolitik. Die Verantwortung für die
Qualität der Versorgung wurde an die Selbstverwaltung in der Gesetzlichen
Krankenversicherung weitergegeben. Diese Vorgehensweise hat sich nicht
bewährt und hat in Deutschland dazu geführt, dass im internationalen
Vergleich eher durchschnittliche Versorgungsqualität zu deutlich
über dem Durchschnitt liegenden Kosten produziert wird. Eine Wende
in der Gesundheitspolitik wurde erst mit Ministerin Ulla Schmidt, SPD,
vollzogen, die sich aktiv auch in die Steuerung der Versorgungsprozesse
eingeschaltet hat. Der mit Abstand wichtigste Beitrag in diesem Zusammenhang
ist die Einführung der sogenannten Disease Management Programme (Chronikerprogramme).
Krankenkassen, die chronisch Kranke in diese Programme einschreiben und
besser als üblich versorgen erhalten ab dem 1.7.2002 einen höheren
Ausgleich aus dem Risikostrukturausgleich der Krankenkassen. Im folgenden
Beitrag soll zuerst eine kritische Bilanz der amerikanischen Managed Care
Konzepte gezogen werden. Die entscheidenden Unterschiede zwischen den
deutschen Disease Management Programmen und amerikanischen Managed Care
Konzepten werden erläutert. Die Disease Management Programme können
einen Neuanfang in der Gesundheitspolitik markieren, da sie, wenn konsequent
umgesetzt, über eine verbesserte Versorgung chronisch Kranker, die
bis zu 80 % der Gesamtkosten der gesetzlichen Krankenversicherung verursachen,
Kosten durch Qualität und nicht zu Lasten von Qualität senken.
Strukturwandel in den USA - Vorbild für Deutschland?
Ausgelöst durch eine Diskussion um die Lohnnebenkosten wurde in den
USA in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts die Heterogenität
der ärztlichen Leistungserbringung thematisiert. Regionale Unterschiede
in der Versorgung wie Krankenhausliegezeiten, Indikationsstellung zur
operativen Therapie bestimmter Erkrankungen und Indikationen für
eine stationäre Einweisung konnten nicht medizinisch begründet
werden. In der Folge wurde die Steuerung des Leistungsgeschehens durch
Ärzte (Leistungserbringer) zugunsten einer Steuerung durch die Leistungsträger
(staatliche Organisationen und private Unternehmen) abgelöst. Ziel
der sich entwickelnden Managed Care Organisationen war die gezielte
Steuerung der Bereitstellung und der Nutzung von Ressourcen im Gesundheitswesen.
Als Folge kam es zu einer zunehmenden Ökonomisierung der Medizin.
Gleichzeitig wurde ein Paradigmenwechsel vollzogen: Die medizinische Leistung
wurde zur Produktionseinheit. Maßnahmen der Steuerung und der Qualitätssicherung
traten wie in jedem anderen produzierenden Gewerbe mehr und mehr in den
Vordergrund.
Abschöpfung von Rationalisierungsreserven durch gezielte Steuerung
von Leistungserbringern und Leistungsnachfragern
Managed Care Organizations sind große Konzerne mit kombinierter
Versicherungs- und Versorgungsfunktion, die ihren Versicherten (i.d.R.)
Leistungen auf der Basis des Sachleistungsprinzips zur Verfügung
stellen. Sie zeichnen sich vor anderen Versorgungsformen durch die Zusammenführung
von wirtschaftlicher und medizinischer Verantwortung in einer Hand aus.
Dadurch wird eine gezielte Einflussnahme der Kostenträger auf die
medizinische Versorgung möglich, die von diesen zur Abschöpfung
von Rationalisierungspotenzialen eingesetzt wird. Um zu verstehen, wie
der Leistungserstellungs- und Leistungsnachfrageprozess in Managed Care
gesteuert wird, sollen die wichtigsten Grundmodelle von Managed Care kurz
skizziert werden.
HMO: Health Maintenance Organizations erreichen eine Kostendämpfung
durch die vertikale Integration aller Versorgungsstufen. Sie stellen für
eine definierte, eingeschriebene Patientenpopulation ein breites Spektrum
medizinischer Leistungen zur Verfügung, indem sie vertragliche Bindungen
mit Ärzten und Krankenhäusern eingehen und nehmen die Funktionen
eines Versicherungsunternehmens und Leistungserbringers wahr. Oft beschäftigen
HMOs selbst Ärzte, d.h. die Leistungserbringer sind bei der Krankenversicherung
angestellt. Der Versicherte kann sich z.T. nur bei diesen Ärzten
behandeln lassen, es gibt keine freie Arztwahl.
PPO: Prefered Provider Organizations erlauben ihren Versicherten
im Gegensatz zu HMOs auch die Inanspruchnahme nicht assoziierter Ärzte
und Krankenhäuser. Allerdings müssen dafür Einschränkungen
in der Versicherungsleistung bzw. Zuzahlungen in Kauf genommen werden.
(Zuzahlung bei freier Arztwahl, Leistungskatalog wird im Vertrag zwischen
Versicherung, Arzt und Versicherten geregelt)
POS: Point Of Service Plans versuchen Strukturen von HMOs und PPOs
zu vereinen. Der Versicherte kann beim Eintritt eines Krankheitsfalles
wählen, ob er sich innerhalb des Netzwerkes oder außerhalb
versorgen lassen möchte. Die Anreizstrukturen sind so gesetzt, dass
sich i.d.R. 65-85% aller Versicherten innerhalb der Netzstrukturen behandeln
lassen. Damit bleibt ein Großteil der Kontrollfunktion erhalten.
Die Steuerung der Leistungsnachfrager (Patientenführung) in Managed
Care-Systemen erfolgt durch wirtschaftliche Anreize (niedrige Beitragssätze,
wenn Leistungseinschränkungen akzeptiert bzw. die freie Arztwahl
aufgegeben wird, Einholung von Kostenübernahmeerklärungen für
Behandlungen außerhalb des Netzes) und durch ein Organisationssystem
wie z.B. Hotlines, Case Management und Telefon-Triage.
Die Steuerung der Leistungserbringer erfolgt durch enge vertragliche Bindungen.
Wird der Vertrag nicht erfüllt, so sind wirtschaftliche Konsequenzen,
bzw. der Ausschluss des Arztes aus dem Netz ohne weitere Begründung
möglich. Zur Erfüllung vorgegebener Bezugsgrößen
(z.B. Anzahl von Diagnose- und Behandlungsvorgängen) werden ökonomische
Anreize gesetzt, die den Arzt in eine Zwitterrolle zwischen Patienten-
und Eigeninteressen bringen. So werden beispielsweise für die Unterlassung
von Diagnose- und Behandlungsvorgängen Jahresendboni gezahlt bzw.
bei Überschreitung der Bezugsgröße ein Teil der Vergütung
des Arztes einbehalten. Auch in die Therapiehoheit des Arztes wird direkt
steuernd eingegriffen. Dazu gehört der Zwang, medizinisch oder therapeutisch
nicht notwendig erachtete Verfahren durch die Managed Care Organisation
bewilligen zu lassen. Leitlinien müssen verbindlich beachtet werden
und orientieren sich nicht nur an der besten medizinischen Evidenz sondern
auch an wirtschaftlichen Interessen der Managed Care Organisation.
Durch die skizzierten Umstrukturierungsprozesse konnten in den USA beträchtliche
Einsparungen realisiert werden. Die Gewinner sind allerdings häufig
Investoren, an die die Unternehmensgewinne fließen. Zudem werden
die Einsparungen nicht selten durch die hohen Verwaltungskosten (bis zu
30%) aufgezehrt. Im Endergebnis kommt es zwar zu Verschiebungen von Einsparpotenzialen,
allerdings nicht zu Gunsten der Versicherten. Vielmehr ist durch den zunehmenden
Wettbewerb um die Ausschöpfung von Rationalisierungsreserven eine
Verschlechterung der Versorgung für "schlechte Risiken"
zu beobachten. So haben es chronisch Kranke zunehmend schwerer, einen
ausreichenden Versicherungsschutz zu angemessenen Prämien zu erhalten.
Studien weisen auf schlechtere Versorgungsergebnisse von chronisch Kranken
in Managed Care Organisationen sowie die Abwanderung chronisch Kranker
aus den Managed Care Organisationen in Fee-for-Service Verträge hin.
In den USA wird daher zunehmend über eine Regulierung des Wettbewerbs
(managed competition) und über finanzielle Ausgleichsstrukturen nachgedacht
(die in manchen Bundesstaaten schon probeweise eingeführt wurden).
Disease Management als Alternative zu Managed Care in Deutschland
Unstrittig ist, dass auch im deutschen System noch Rationalisierungsreserven
vorhanden sind, die durch eine Integration der Versorgung mobilisiert
werden können. Bei der Übertragung von Managed Care Modellen
auf Deutschland werden häufig rechtliche Limitationen wie z.B. die
Bündelung von Versicherungs- und Leistungsfunktionen beim Kostenträger
angeführt. Entscheidend für die Überlegung, ob Managed
Care ein Konzept für eine erfolgreiche Strukturreform in Deutschland
sein kann, ist allerdings nicht, ob die Instrumente und Organisationsformen
von Managed Care in Deutschland aufgrund der derzeitigen Rahmenbedingungen
einführbar sind, sondern welche Auswirkungen von Konzepten wie Managed
Care oder das zur Zeit aufgrund politischer Vorgaben stark diskutierte
Disease Management auf Versorgungsinhalte und -formen zu erwarten sind
(Tabelle 1). Disease Management ist ein Versorgungskonzept, das sich in
der Managed Care Umgebung entwickelte, als sich abzeichnete, dass durch
Komponentenmanagement (isolierte Betrachtung einzelner Bereiche wie z.B.
der Pharmakotherapie) keine weiteren Einsparungen erzielt werden konnten.
Es beruht auf der Prämisse, dass eine systematische, integrierte
und evidenzbasierte Patientenversorgung effizienter und effektiver ist,
als die fragmentierte Behandlung einzelner Krankheitsepisoden. International
wird unter dem Begriff Disease Management ein sehr heterogenes Spektrum
an Versorgungskonzepten zusammengefasst. In Deutschland wurde mit dem
Gesetz zur Reform des Risikostrukturausgleichs der Begriff "Disease
Management" als eine integrierte Versorgungsform definiert, die auf
evidenzbasierten Behandlungsempfehlungen (evidenzbasierten Leitlinien)
für Ärzte und Patienten, Patientenschulungen, Maßnahmen
der Qualitätssicherung und einem öffentlichen Benchmarking basiert.
In der Praxis bedeutet dies, dass sich die Patienten nach der Diagnose
der chronischen Krankheit in die Programme einschreiben und nach dem neuesten
wissenschaftlichen Stand behandelt werden. Dieser ist in den Leitlinien
der Behandlung beschrieben. Die Leitlinien heißen evidenzbasiert,
weil alle Behandlungsschritte durch wissenschaftliche Studien abgesichert
sind. Der Patient wird aktiv im Umgang mit der Krankheit geschult, d.h.
er bekommt spezielle Empfehlungen für seine Ernährung, Raucherentwöhnungskurse,
Informationen zu seiner Krankheit und Anleitungen zur Einnahme seiner
Arzneimittel. Internationale Studien haben zeigen können, dass mit
dieser Behandlung die wichtigsten und teuersten Komplikationen der chronischen
Erkrankungen vermieden werden können. Die ersten vier Krankheiten,
für die die Programme eingeführt werden sollen sind Diabetes
mellitus (Zuckerkrankheit), die koronare Herzkrankheit (Herzinfarkte),
Asthma und Brustkrebs.
Tabelle 1: Auswirkungen von Managed Care / Disease Management auf Versorgungsinhalte
und Versorgungsformen
Quelle: Eigene Darstellung
Legende: MCO: Managed Care Organisation
DMP: Disease Management Programm
Betrachtet man die zu erwartenden Auswirkungen von Managed Care und Disease
Management auf Versorgungsinhalte und -formen im Vergleich, so zeigt sich
gerade in den derzeitigen Schwachstellen der Versorgung (Sicherstellung
der Versorgung chronisch Kranker auf hohem Niveau, Verminderung von Risikoselektion
sowie Stabilisierung der Kosten), dass hier mit einem Managed Care Ansatz
in Deutschland keine Verbesserung erreicht werden könnten. Vielmehr
würden zu erwartende Kosteneinsparungen aus dem System abgezogen
bzw. durch erhöhte Verwaltungskosten aufgebraucht (Verwaltungskosten
in der GKV z.Z. ca. 6 bis 8%). Der bereits bestehende dysfunktionale Wettbewerb
um junge, gesunde Versicherte würde weiter zunehmen sowie die Versorgung
chronisch Kranker sich weiter verschlechtern. In einem solchen System
wäre es auch nicht attraktiv aktiv Prävention zu betreiben,
da die zu erwartenden Einsparungen erst nach Jahren realisiert werden.
Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Versicherte aber vielleicht schon längst
Mitglied einer anderen Managed Care Organisation. Im Disease Management
hingegen erstellt der Arzt zusammen mit dem Patienten des Behandlungsplan.
Arzt und Patient haben ein gleichgerichtetes Interesse, ein Fortschreiten
der Erkrankung möglichst zu verhindern. Gerade bei chronischen Erkrankungen
ist die aktive Mitarbeit des Patienten bei Therapieplanung und -entscheidungen
einer der wichtigsten Faktoren für den langfristigen Therapieerfolg.
In Managed Care geht dieser patientenzentrierte Ansatz zugunsten der Leistungssteuerung
durch die Managed Care Organisation verloren.
Solidarischer Wettbewerb an Stelle einer Ökonomisierung der Medizin
In den USA initiierte der zunehmende Kostendruck im Gesundheitswesen einen
Wettbewerb unter ökonomischen Vorzeichen mit der Ziel der Gewinnmaximierung
durch Ausschöpfung von Rationalisierungsreserven. Die daraus resultierenden
Einkommensverschiebungen führten nicht zu einer Entlastung des Systems
durch Prämienreduktion bzw. Investition in eine bessere Versorgung,
sondern werden dem System durch Ausschüttung an Aktionäre und
durch Ausgaben für Werbekampagnen und immense Verwaltungskosten entzogen.
Gegen chronisch Kranke wurde aktive Risikoselektion betrieben, ihre Versorgung
verschlechterte sich. Dies ist letztlich das Resultat einer zunehmenden
Ökonomisierung einer Medizin, in der freier Wettbewerb möglichst
viele Rationalisierungspotenziale erschließen soll.
Mit der Verabschiedung des Gesetzes zur Reform des Risikostrukturausgleichs
wird im deutschen Gesundheitssystem ein anderer Weg eingeschlagen. Durch
die Schaffung von finanziellen Ausgleichsstrukturen für chronisch
Kranke und einer gleichzeitigen Versorgungsoptimierung dieser Patienten
in Disease Management Programmen sind die Grundlagen für einen solidarischen
Leistungswettbewerb der Krankenkassen gelegt worden. In einem solchen
System werden Krankenkassen nicht mehr bestraft, wenn sie chronisch Kranke
anziehen. Die Versorgung dieser Patientengruppe, für die ein Großteil
der Leistungsausgaben der Krankenkassen aufgewendet wird, wird auf eine
evidenzbasierte Grundlage gestellt. Dadurch werden nicht-kosteneffektive
Therapiealternativen durch kosteneffektive Maßnahmen ersetzt (z.B.
Pseudoinnovationen, Me-too - "Ich auch" - Präparate) und
kostenintensive Spätkomplikationen vermieden. Die freiwerdenden Ressourcen
verbleiben im System und können von den Krankenkassen zur weiteren
Versorgungsoptimierung oder zur Entlastung ihrer Versicherten durch Beitragssatzsenkung
eingesetzt werden. Daher sind die geplanten Chronikerprogramme ein wichtiger
Paradigmenwechsel. Sie führen einen Krankenkassenwettbewerb um die
bessere Versorgung chronisch Kranker ein. Gut versorgte Chroniker werden
durch die Verbindung mit dem Risikostrukturausgleich für die Krankenkasse
attraktiv. Jetzt sind Chroniker in Deutschland, genau wie in den Managed
Care Unternehmen in den USA, für die Krankenkasse eine wirtschaftliche
Bedrohung. Die Disease Management Programme der Bundesregierung sind daher
das erste Beispiel für den Versuch, durch eine aktive Gesundheitspolitik
die bestehenden Qualitätsprobleme im deutschen Gesundheitssystem
zu beseitigen. Ein solcher Kurs muss konsequent und langfristig gegen
die auf Statik gerichteten Interessen der Ärzteschaft und der Krankenkassen
durchgehalten werden. Reine Kostenkontrolle, ob über Kostendämpfungsgesetze
oder Managed Care, kann die Finanzierbarkeit eines solidarischen Gesundheitssystems
nicht mehr lange halten.
Hervorhebungen:
Der wichtigste Beitrag zur Steuerung der Versorgungsprozesse ist die Einführung
der sogenannten Chronikerprogramme.
In den USA haben es chronisch Kranke zunehmend schwerer, einen ausreichenden
Versicherungsschutz zu angemessenen Prämien zu erhalten.
Eine systematische, integrierte und evidenzbasierte Versorgung ist effizienter
und effektiver als die fragmentierte Behandlung einzelner Krankheitsepisoden.
Die Disease Management Programme der Bundesregierung sind der Versuch,
die bestehenden Qualitätsprobleme im deutschen Gesundheitssystem
zu beseitigen.
Reine Kostenkontrolle, ob über Kostendämpfung oder Managed Care,
kann die Finanzierbarkeit eines solidarischen Gesundheitssystems nicht
mehr lange halten.
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