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Palästina
- Welche Zukunft bleibt?
Von
Rainer Zimmer-Winkel
Rainer Zimmer-Winkel
lebt in Berlin
In den letzten Jahren erschien vielen der Nahostkonflikt, der Konflikt
zwischen Israel und den Palästinensern im Prinzip gelöst. Hatten
nicht Arafat und Rabin sich die Hand gereicht, gab es nicht Oslo und immer
weitere Abkommen? Waren die Verzögerungen bei der Umsetzung der Verträge
nicht eher kosmetischer Natur und zum Teil auch den Regierungswechseln
in Israel geschuldet? Von den Schmuddelkindern waren die Palästinenser
zu gehätschelten und mit viel Geld versorgten neuen Akteuren geworden.
Wer sich früher nicht mit Palästina sehen lassen wollte, fährt
heute nicht aus dem Heiligen Land zurück, ohne mindestens ein Photo
mit Yassir Arafat.
Doch spätestens seit Oktober 2000 hat diese Weltsicht einen Sprung
bekommen. Warum in aller Welt antworten die Palästinenser auf die
doch so "großzügigen" Angebote des damaligen israelischen
Premierministers Ehud Barak (Labour) mit einer neuen Intifada, der sogenannten
Jerusalem- oder auch Al-Aqsa-Intifada, einem neuen Aufstand? Nicht erst
seit dem 11. September, aber spätestens seit diesem Epochendatum,
ist vielen klar, daß der Kern des Nahostkonfliktes noch immer aus
der Regelung der ungelösten Palästinafrage besteht. Deutlich
ist vielen inzwischen auch geworden, daß es sich bei dieser Frage
nicht nur um einen Nationalkonflikt handelt, in dem sich zwei politische
Bewegungen um das gleiche Territorium streiten, sondern daß der
Konflikt, hier der Einfachheit halber Israel-Palästina-Konflikt genannt,
auch ein Konflikt zwischen der Ersten und der sog. Dritten Welt ist. Zwischen
Gaza-Stadt und Tel Aviv liegen gerade einmal 70 km räumlicher Entfernung,
aber ein zehnfaches bis zwölffaches an Bruttoinlandsprodukt.
Ein Blick zurück. Seit dem Teilungsbeschluß der Vereinten Nationen
vom 29. November 1949 und der damit verbundenen Tatsache, daß nur
der Staat Israel als die Verwirklichung des zionistischen Staatsprojektes
einer jüdischen nationalen Heimstatt Realität wurde und infolge
der damit einhergehenden Vertreibung der indigenen Bevölkerung, stellte
sich der Nahostkonflikt als einer der tiefsten und am schwierigsten zu
regelnden internationalen Konflikte dar.
Jeder Versuch, den Konflikt einer Regelung näher zu bringen, scheiterte
regelmäßig an den Bedingungen des Kalten Krieges. Erst die
Konferenz von Madrid, einberufen in der Folge des Golfkrieges II, veränderte
den Konflikt in seiner Qualität: Aus einem Existentialkonflikt um
Sein oder Nicht-Sein in der Region wurde ein noch immer schwer zu regelnder
Territorialkonflikt, ein Kampf um Grenzen, um Ressourcen. Alle am Konflikt
beteiligten Parteien erkannten aber, indem sie am Konferenztisch von Madrid
teilnahmen, im Prinzip alle anderen Seiten an. Die fehlende formale Anerkennung
der Hauptkontrahenten, des Staates Israel und der PLO, als der Vertretung
der palästinensischen Nationalbewegung, wurde bis zum September 1993
in Geheimverhandlungen erreicht, die in der Unterzeichnung der Osloer
Prinzipienerklärung mündete.
Diese Veränderung der Konfliktstruktur hat allerdings nicht automatisch
zu einer Verringerung des Gewaltniveaus geführt, sondern wie wir
heute erleben, einen immensen Zuwachs an Gewalt und Destruktion hervorgerufen.
Die Kernfragen des Konfliktes (Land, Wasser, Identität) treten inzwischen
deutlich zu Tage und lassen sich nicht länger durch Prozeßbedingungen
verschleiern.
War schon die Konferenz von Madrid 1991 nur durch die massive Intervention
der USA zustande gekommen und nicht unwesentlich, ja im Grunde Ausdruck
der massiven Dominanz Nordamerikas in der Region, so stellt sich eine
ähnliche Frage heute nach politischen Druck von außen, in einem
Moment in dem die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten eine neue
Koalition geschmiedet haben.
Mit der Tatsache, daß am 11. September 2001 die Vereinigten Staaten
in ihrem eigenen Territorium in einer bislang nicht gekannten Weise zum
Opfer geworden sind, stellen sich mit Blick auf den Nahen Osten verschiedene
Fragen.
Zum einen wird von israelischer Seite argumentiert, daß jetzt auch
der Westen selbst eine Bedrohungssituation erlebe, der man selbst seit
Jahren ausgesetzt sei und die nun endgültig jedem deutlich machen
müsse, wie entschlossen gegen den Terrorismus, sei er palästinensisch
oder arabisch, vorgegangen werden müsse.
Auf der palästinensischen Seite wird argumentiert, daß die
noch immer ungelöste Palästina-Frage, den immer wieder notwenigen
Sprengstoff biete, der zur Lunte für die ganz Region werden könnte.
Ist dem Westen wirklich hinreichend klar, wieweit die doppelten Standards,
die von dort an den Nahen Osten angelegt werden, zu einer ständigen
Quelle von Wut, von Enttäuschung, von Haß geworden sind und
weiter werden? Wer soll - nicht nur in der Arabischen Welt - verstehen,
daß Israel seit 1948 und in Sonderheit seit 1967 ohne wirkliche
Sanktionen immer und immer wieder internationale Resolutionen mißachten
darf, während andere Verletzungen des Völkerrechtes unmittelbar
und massiv beantwortet werden? Wer soll verstehen, daß Demokratie
nur solange ein Wert ist, für den es einzutreten gilt, wenn sie auch
zu den richtigen, d.h. erwünschten Ergebnissen führt (Algerien)
oder gar ansonsten gar nicht erst versucht werden soll (Saudi Arabien)?
Ohne einer solchen These automatisch und unbedingt zustimmen zu wollen,
tragen diese Phänomene in der palästinensischen Gesellschaft
und nicht nur in ihr dazu bei, die eigene Gesellschaft in der Auseinandersetzung
mit dem Westen als "unterlegen" wahrzunehmen, sich als Objekt
erst kolonialer, dann imperialer, heute amerikanischer Interessen wahrzunehmen
und behandelt zu sehen.
Wenn heute über eine Regelung gesprochen wird, bei der als Vision:
'Zwei Staaten für zwei Völker' angestrebt wird, scheint ihre
Realisierung in den Augen vieler (wieder einmal) weit entfernt. Wer dennoch
an ihr festhält, betont in der Regel, daß nur so den Palästinensern
ein Mindestmaß an Gerechtigkeit widerfahren werde, die wiederum
eine Grundvoraussetzung für eine friedliche Regelung in der Region
sei.
Übersehen wird dabei allzu leicht, wer denn von der Realisation einer
solchen Idee am meisten profitieren würde: Zwei Staaten, zwei Völker
heißt nämlich im allertiefsten die Anerkennung des jüdischen
Siedlungsprojektes in der arabischen Welt, heißt die Anerkennung
eines in der Moderne einmaligen Etablierungsprojektes eines ganzes Staates,
den es vor gerade einmal hundert Jahren nur in den Träumen oder Phantasien
einer kleinen Gruppe gegeben hat.
Israel würde so zum Normalfall eines Staates. Palästina, die
Palästinenser allein, diejenigen, die dem neuen Staat weichen mußten,
sie allein könnten dieses Sigel der "Normalität" ausstellen.
Solange aber in weiten Teilen des politischen Establishment wie im öffentlichen
Raum Israels die Vorstellung vorherrscht, "Israel für uns und
Palästina für uns und für Euch", so wie es kürzlich
ein Palästinenser in Gaza ausdrückte, solange bleibt der Weg
für eine dauerhafte Konfliktregelung versperrt.
Die palästinensische Nationalbewegung hat im 20. Jahrhundert einen
langen und schmerzhaften Prozeß durchgemacht. Stand am Anfang des
Jahrhunderts noch eine feudal-bürgerliche Notablenschicht, der erst
allmählich deutlich wurde, wie sehr das zionistische Projekt in Palästina
seine eigene Identität und den eigenen Raum in Frage stellte, erlebte
die nächste Generation das fast völlige Scheitern der traditionellen,
feudal und klanmäßig organisierten nationalen Führung
in der al-naqba, so der arabische Name für die Katastrophe des Jahres
1948.
Erst eine Generation später gelang es, die von einer agrarisch-dörflichen
Struktur durch die Ereignisse des Jahres 1948 über Nacht zu einer
städtischen Flüchtlingsgesellschaft geworden war, neu zu formieren
und zu organisieren.
In der PLO und ihrem Konzept eines "Bewaffneten Befreiungskampfes"
erstand die Nation neu, konnte sich einigen und einen eigenen Ausdruck
finden. Mit der Rückkehr der palästinensischen Frage auf die
internationale Bühne, mit Pistole und Olivenzweig, jenen Symbolen
mit denen Yassir Arafat 1974 vor den VN erschien, mit Gewalt/Terror und
Diplomatie also, begann der schmerzhafte Weg der Kompromisse, der schließlich
1988 in Algier in der Staatsausrufung Palästinas mündete und
der die in gewisser Weise bereits den Verzicht auf 78% des historischen
Palästinas bedeutet und einen palästinensischen Staates (nur)
noch auf den restlichen 22% des ehemaligen Territorium vorsieht. Der UN-Teilungsbeschluß
1947 hatte übrigens neben einem corpus seperatum Jerusalem, noch
eine Aufteilung von ca. 44% zu 56% vorgesehen.
So sehr die Prinzipienerklärung von Oslo auf der einen Seite die
Struktur des Konfliktes verändert hat, so wenig hat diese Übereinkunft
selbst die Lage "on the ground" hin zu mehr Gerechtigkeit oder
Ausgleich verbessert. Drei Beispiele sollen dies verdeutlichen:
Hebronmassaker
Als im Frühjahr 1994 bei einem Massaker des jüdischen Siedlers
Baruch Goldstein im Abrahamsheiligtum von Hebron/al-Khalil betende Muslime
ermordet wurden, war die Konsequenz der israelischen Militärverwaltung
nicht die Bestrafung der Siedler, sondern die Verhängung einer einmonatigen
Ausgangssperre über die Bewohner und Bewohnerinnen von Hebron/al-Khalil.
Anstatt das Massaker zum Anlaß zu nehmen, gegen die gut organisierten
und bewaffneten Siedler vorzugehen, beschloß die Regierung Rabin
die Opfer zu bestrafen, während dem Mörder in Kiryat Arba ein
zwischenzeitlich zum Wallfahrtsort avanciertes Grabdenkmal errichtet wurde.
In der Konsequenz ging die Besatzung weiter, trotz Prinzipienerklärung,
trotz Goldstein, die Verhältnisse erreichten eine neue Dimension
der Unterdrückung und der Demütigung. Die Tat in der Abrahamsmoschee
wurde blutig gerächt durch militante Vertreter der Hamas, was neue
Mordkommandos der israelischen Seite gegen führende Aktivisten der
Bewegung nach sich zog: Der Kreislauf der Gewalt verschärfte sich.
Siedlungen
Seit dem Ende des Jahres 1994 hat in den Besetzten Gebieten ein bis dahin
nicht gekannter Bauboom eingesetzt. Genau in den Gebieten, aus denen sich
die israelische Armee im Laufe des Oslo-Prozeßes hätte zurück
ziehen sollen, wurden mit größter Energie gebaut. Von 1993,
als es ca. 115.000 israelische Siedler in Palästina gab und dem Jahr
1999 mit einer Zahl von ca. 180.000, stieg die Zahl im Jahr 2000 auf ca.
200.000. Hinzu kommen der strategische und massive Ausbau eines neuen
Straßennetzes, das in der Regel nur die Siedlungen verbindet und
das Palästinenser nicht benutzen dürfen. Bemerkenswert ist bei
dieser Entwicklung, daß es unter der Regierung von Ehud Barak (Labour)
zum massivsten Ausbau der Siedlungen gekommen ist, nicht unter der Regierung
Benjamin Netanyahus. Schon die Regierung Rabin hatte systematisch eine
Politik des Ausbaus der Siedlungen betrieben, so erweiterte sie beispielsweise
im Dezember 1994 die südlich von Bethlehem gelegene Siedlung Efrat.
Von besonderer Tragweite war die Entscheidung der Regierung Rabin im Frühjahr
1995, die Siedlung Maale Aduim auszubauen mit der Konsequenz die Westbank
in zwei Bereiche zu unterteilen, zwischen denen sich vom Osten Jerusalems
aus bis fast zum Jordangraben eine israelische Stadtsiedlung erstreckt.
Ähnliche Ziele der Abtrennung (Ost-)Jerusalems wurden mit dem Ausbau
von Givat Zeev im Nordwesten von Jerusalem verfolgt.
Politik der Abriegelung
Seit dem März 1993, also unter der Regierung von Yitzhak Rabin, gilt
bis zum heutigen Tag eine Politik der Abriegelung der Besetzten Gebiete
von Israel. Dies bedeutet, daß für alle Bewegungen von Palästina
nach Israel eine Genehmigung erforderlich ist, die kompliziert zu erlangen,
auf die es keinen Anspruch gibt, die also auch nicht planbar ist, und
die einmal erreicht auch jederzeit und generell widerrufen werden kann.
Im Zeitraum 1993-2000 standen die palästinensischen Gebiete insgesamt
ein ganzes Jahr unter vollständiger Abriegelung. Damit werden nicht
nur Dörfer und Städte zu großen Gefängnissen, diese
Maßnahmen erlauben keine kontinuierliche Entwicklung der Wirtschaft,
ganz zu Schweigen von der Tatsache, daß die palästinensischen
Tagelöhner so daran gehindert werden, das für ihre Familien
so nötige Einkommen zu erreichen. Es gehört zu den großen
und frühen Enttäuschungen, die den Oslo-Prozeß begleitet
haben, daß diese Politik der Absperrung auch nach Oslo I (1993)
nicht aufgehoben, sondern inzwischen zu einem konstitutiven Element der
neuen Qualität der israelischen Besatzung ausgebaut worden ist.
Israelische Friedensgruppen wie "Gush Shalom" oder das "Israeli
Committee against House Demolition" haben in den letzten Jahren immer
wieder erklärt, daß Israel nicht auf der einen Seite öffentlich
einen Friedensprozeß wollen könne und gleichzeitig die Agenda
des Krieges (Landenteignung, Abriß von Häusern, Siedlungsbau,
Wasserentzug etc.) fortführen dürfe.
Das strukturelle Machtungleichgewicht zwischen Israel und den Palästinensern,
das durch die Prinzipienerklärung von Oslo ja nicht aufgehoben wurde,
wurde in den darauf folgenden Verträgen erneuert und zum Teil sogar
in einer in effizienteren Weise verfestigt, Ein gutes Beispiel dafür
ist das System der Zonen A, B und C, verbunden mit der Aufgabe der palästinensischen
Sicherheitskräfte für Israels Sicherheit zu sorgen, ohne die
eigene Bevölkerung wirksam schützen zu können.
Die konkreten Entscheidungen "on the ground" stehen in Palästina
in eklatantem Widerspruch zu dem immer wieder beschworenen "Geist
von Oslo", der eine kooperative Konfliktregelung erreichen sollte,
bei dem die beteiligten Partner von der Fiktion gleicher Berechtigung
ausgegangen waren. Der Staat Israel als die ungleich mächtigere Seite
ist ohne Zweifel der Versuchung der Macht im Prozeß der Umsetzung
von Oslo erlegen.
Im Sommer 2000 begannen vor diesem Hintergrund die Verhandlungen von Camp
David II. Entscheidend für die Bewertung dieser Beratungen scheinen
zwei Dinge.
Zum einen hat eine israelische Regierung unter Ehud Barak zum ersten Mal
die Bereitschaft erkennen lassen, über die Frage Jerusalems zu reden.
Der Mythos, den auch die gesellschaftliche und soziale Wirklichkeit der
in Wirklichkeit tief gespaltenen Stadt Jerusalem nicht deckt, einer "ewig
ungeteilten Hauptstadt Israels", ist damit zerstört. Die konkreten
Angebote, soweit sie bekannt geworden sind, waren allerdings noch in keiner
Weise konsensfähig und wurden zudem auch nicht mit der arabischen
Welt abgestimmt. Dabei wurde übersehen - oder sollte übersehen
werden ? - daß in der Frage Jerusalems nicht allein die nationalen
Aspirationen der Palästinenser eine Rolle spielen, sondern auch gesamtarabische
und islamische Interessen zu berücksichtigen sind, die nicht Arafat
allein entscheiden kann.
Zum anderen wurde - mindestens in der Wahrnehmung der palästinensischen
Seite - versucht, von Arafat die Zustimmung zu einer sog. "endgültigen
Regelung" des Konfliktes zu erreichen, obwohl wesentliche Fragen
in Camp David II nicht lösungsreif waren: Weder wurde in Camp David
erkennbar, wie die Frage der 1948 vertriebenen Palästinenser und
Palästinenserinnen in einer für beide Seiten akzeptablen Weise
in Angriff genommen werden könnte, noch war eine Regelung für
Jerusalem in Sicht, noch war eine Aufgabe zumindestens größter
Teile der Siedlungen erkennbar. Nach den Kompromissen, die die palästinensische
Nationalbewegung im Laufe der 70er und 80er Jahre gemacht hat, waren in
diesen Fragen keine weiteren Zugeständnisse mehr möglich, wenn
es sich nicht um Diktatfrieden handeln sollte, den keine palästinensischen
Führung vor ihrer Nation hätte rechtfertigen können.
Was ist heute zu tun?
Europa und besonders die deutsche Außenpolitik muß fortfahren,
ihre Nahostpolitik zu intensivieren. Aber es kann nicht nur um eine Weiterentwicklung
der GASP oder um andere Instrumente europäischer Politik gehen (vergleiche
z.B. die Mittelmeerprogramm der EU).
Nur ein Engagement, das Würde und Freiheit der Palästinenser
untrennbar mit den Sicherheitsinteressen Israels denkt, hat eine zukunftsweisende
Perspektive. Das Recht des einen kann und darf nicht länger auf Kosten
des anderen verwirklicht werden. Hier muß auch die Bundesrepublik
Deutschland mehr politische Verantwortung dafür übernehmen,
daß eine solche Konfliktsituation zwischen den beiden Nationalbewegungen
entstanden ist. Allein finanzielle Unterstützung, so wichtig sie
ist, reicht dazu nicht aus.
Ohne internationale Hilfe und ohne internationale Intervention scheint
eine Regelung, na nicht einmal mehr eine Verringerung der Zahl der Toten
und Verletzen, des israelisch-palästinensische Konfliktes nicht mehr
möglich. Wer wird dazu die Kraft aufbringen?
Aktuelle Literaurhinweise:
Israel, die Palästinenser und wir, Marxistische Blätter Special,
Juli-August 2001
Fritz Edlinger (Hg), Befreiungskampf in Palästina. Von der Madrid-Konferenz
zur Al-Aqsa-Intifdada Wien 2001 (3-85371-178-2)
Gernot Rotter/Schirin Fathi, Nahostlexikon. Der israelisch-palästinensiche
Konflikt von A-Z, Mit einem Vorwort von Abdallah Frangi, Heidelberg 2001
(3-930378-28-0)
Dietmar Herz/Julia Steets Palästina. Gaza und Westbank. Geschichte,
Politik, Kultur, München 2001 (3-406-47559-0)
Petra Weyland, Geschichte einer Katastrophe. Die palästinensischen
Flüchtlinge seit 1948, Trier 2000 (3-932528-58-1)
Weiterführende Hinweise:
Muriel Asseburg Palästina auf dem Weg zum Staat., Determinanten,
Entwicklungen, Szenarien, Ebenhausen 1999
Helga Baumgarten: Palästina. Befreiung in den Staat. Die palästinensische
Nationalbewegung seit 1948, Frankfurt/Main 1991 (3-518-11616-9)
Phillippe Lemarchand/Lamia Radi, Israel und Palästina morgen. Ein
geographischer Atlas, Braunschweig 1997 (3-07-509274-6)
Palästina Journal - Majallat Falastin, Vierteljahreszeitschrift der
Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft, Karl Marx-Straße 150
12 043 Berlin-Neukölln
http://www.dpg-netz.de - info@dpg-netz.de
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